Lageplan

Programm

14. September 2022

Ab 09:30 Uhr
Akkreditierung für Bundeskongress möglich

10:00 Uhr – 17:00 Uhr
Rahmenprogramm

Verschiedene Veranstaltungen von Partnern der Nationalen Stadtentwicklungspolitik
  • 10:00-12:00 Uhr
    Initiative „Gemeinsam für das Quartier“: Ko-kreative Transformation von Innenstädten, Wohnquartieren und ländlichen Räumen
    Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V. gemeinsam mit STADT ALS CAMPUS e. V.

    Die Vernetzungsinitiative „Gemeinsam für das Quartier“ ist ein Projekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik. Sie befördert neue Partnerschaften zwischen „etablierten“ Protagonisten aus Stadt- und Immobilienentwicklung und lokaler Wirtschaft sowie kreativen, kulturellen und soziokulturellen Akteuren und Stadtmacher:innen. Die Initiative basiert auf einer gemeinwesenorientierten Grundhaltung, einem offenen Austausch und dem Entwickeln neuer Handlungsansätze. Bei der Veranstaltung geben wir einen Einblick zu Akteuren, Praxisformaten und Strategien. Ziel der zweistündigen Veranstaltung ist es, eine größere Fachöffentlichkeit auf die Vernetzungsinitiative „Gemeinsam für das Quartier“ aufmerksam zu machen: Wer sind wir, worum geht es uns, was ist der Mehrwert unserer Initiative für Städte, Quartiere und Regionen sowie für alle weiteren Akteure? Wie zeigen sich die Erfolge in der Praxis?

  • 10:00-12:00 Uhr
    Grün in der Stadt – klimaangepasst und lebenswert
    Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

    Der Bundespreis Stadtgrün 2022 hat Projekte ausgezeichnet, die Maßnahmen der Klimaanpassung und eine hohe Gestalt- und Lebensqualität mithilfe der Grün- und Freiraumentwicklung vorbildlich umgesetzt haben. Dabei spielen starke interdisziplinäre Planungsprozesse, Ideenreichtum und vor allem Mut eine wesentliche Rolle. Im Forum „Grün in der Stadt – klimaangepasst und lebenswert!“ geht es um die Fragestellung, wie eine qualitätsvolle, grüne Stadt- und Freiraumentwicklung jetzt realisiert werden kann, um Klimaanpassung mit Lebensqualität zu verbinden. Mit Impulsvorträgen und Diskussionsrunden zum Thema Schwammstadt und kühlende Klimaoasen werden Erfolgsgeschichten aus der Praxis erzählt wie auch die Chancen und Hemmnisse in der Umsetzung thematisiert.

  • 10:00–12:30 Uhr
    Impulse aus Europa – Erkenntnisse aus dem Diskurs zum Kulturerbe und Neuen Europäischen Bauhaus
    Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

    Deutschland steht in einem intensiven Dialog zur europäischen Stadtentwicklung, u.a. in der Partnerschaft „Kultur und kulturelles Erbe“ der Urbanen Agenda für die EU und in der EU-Initiative Neues Europäisches Bauhaus. In dem Side-Event werden die Erkenntnisse, Produkte und Perspektiven aus diesen Prozessen vorgestellt, reflektiert und diskutiert. Dabei stehen u. a. folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie kann die lokale Praxis Wissen und Werkzeuge für Kultur und kulturelles Erbe nutzen? Und welche Impulse können vor Ort entstehen für die Stadtentwicklung und Städtebauförderung sowie für den Diskurs zu Nachhaltigkeit, Bezahlbarkeit und Ästhetik – einigen der Schlüsselthemen des Neuen Europäischen Bauhauses?

  • 10:30-13:00 Uhr
    Austausch der Modellprojekte Smart Cities: Praxiswissen (auf Einladung)
    Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen


  • 10:30–13:00 Uhr
    Wo kann Live-Musik in der Stadt künftig noch stattfinden? Urbane Resilienz und kulturintegrierte Stadtentwicklung für Musikspielstätten und Clubkultur
    LiveMusikKommission e. V. (LiveKomm)

    Die Neue Leipzig-Charta propagiert die lebendige Stadt mit nutzungsgemischten Stadtquartieren in der u.a. auch die Kulturwirtschaft ihre Räume finden soll. Musikclubs tragen einen bedeutenden Anteil zur Lebensqualität und Attraktivität – insbesondere für junge Menschen – bei. Doch wie lassen sich schallintensive Nutzungen realisieren, wenn das Ruhebedürfnis in der Nachbarschaft und deren Klagen ausgeprägter werden? Ein intensivierter Austausch zwischen den Welten von Schallschutz, Stadtplanung, Verwaltung, Politik und bedrohter Kultur scheint unabdingbar. Mehr unter: www.clubsareculture.de


  • 12:30-14:00 Uhr
    Urbane Governance – Wandel gestalten durch neue Allianzen
    Urbane Liga e. V.

    Die Urbane Liga ist das bundesweite Bündnis aufstrebender Stadtmacher von morgen. Das Alumninetzwerk trägt die in den Denklaboren entwickelten Visionen und Diskurse in eine breite Öffentlichkeit. Mit dem Thema Urbane Governance befasste sich der aktuelle Jahrgang aus drei Blickwinkeln: Zugang zu öffentlichen Ressourcen; solidarische urbane Praxis; Zusammenarbeit zwischen stadtgestaltenden Initiativen, Politik und Verwaltung. Auf dem Podium diskutiert die Urbane Liga darüber mit Gästen aus der Politik und Verwaltung. Die begleitende Ausstellung bietet einen Einblick in die Welt der jungen Stadtmacher:innen.

  • 12:30–14:30 Uhr
    Vom Wert der Planung. Qualität im Städtebau und dafür erforderliche Leistungen. Fallbeispiele – Lessons Learned
    Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA und Deutsche Akademie für Stadtund Landesplanung DASL

    Allein eine planungsrechtlich korrekt abgewickelte Stadtplanung schafft noch keine guten Lebensräume. Gefragt ist eine qualifizierte Stadtplanung, die strategisch konzipiert ist, die relevante Anspruchsgruppen produktiv einbezieht und die von Anbeginn die räumliche Realisierung mitverfolgt. Das Symposium stellt Praxisbeispiele zur Diskussion, die zeigen, wie Stadtquartiere im Verbund von Stadtplanung und Städtebau unter Einbezug informeller Planungsinstrumente gestaltet werden, um Menschen eine zu Hause zu schaffen – gestalterisch, sozial und ökologisch. Zudem werden übertragbare Erfahrungen für andere Projekte diskutiert.

  • 13:00–14:30 Uhr
    Voneinander lernen und gemeinsam neue Erfolgsrezepte für integrierte Stadtentwicklung erarbeiten: Wie das URBACTProgramm europäische Städte zusammenbringt
    Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V.

    Das EU-Förderprogramm URBACT unterstützt Städte bei der partizipativen Erarbeitung und Umsetzung von integrierten Stadtentwicklungskonzepten und dem praxisorientierten Austausch mit Kommunen aus Europa. Im Oktober 2022 startet ein neuer Call zur Bildung von URBACT-Netzwerken. Die Nationale URBACT-Kontaktstelle und erfahrene URBACT-Praktiker:innen informieren über das Programm, die Bewerbung und die Fördermöglichkeiten. Schwerpunkte im Call der neuen Förderperiode liegen auf Klima, Gendergerechtigkeit und Digitalisierung. URBACT ist jedoch offen für alle Themen der Stadtentwicklung.

  • 14:00–16:30 Uhr
    Pilotprojekte „Post-Corona-Stadt“: Testfeld Straße – neue Chancen für den öffentlichen Raum
    Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung und Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

    Im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik werden 17 Pilotprojekte gefördert, die angesichts der Covid-19-Pandemie innovative und beispielgebende Lösungen für krisenfeste Stadtund Quartiersstrukturen erproben. Im Projektaufruf „Post-Corona-Stadt: Ideen und Konzepte für die resiliente Stadtentwicklung“ werden u.a. neue Chancen für öffentliche Räume und Straßen getestet. Mit einem Blick in die Region Brüssel diskutieren Projektverantwortliche über Lösungen um dem zunehmenden Bedürfnis nach attraktiven und nicht-kommerziellen Räumen zum Aufenthalt in der Stadt Rechnung tragen.

  • 14:00–16:30 Uhr
    Smart-City-Strategien für eine zukunftsfähige und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung
    Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

    Wie können Smart-City-Strategien zu zukunftsfähiger und gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung beitragen? Unter dieser Leitfrage präsentieren ausgesuchte Modellprojekte ihre kommunalen Smart-City-Strategien – aus urbanen und ländlichen Räumen. Vertreterinnen und Vertreter aus den Modellprojekten diskutieren mit Politik und Wissenschaft konkrete Beispiele von Smart- City-Strategien sowie übertragbaren und sektorübergreifenden Lösungen.

  • 14:30–17:00 Uhr
    A people-centred approach to urban resilience: social cohesion, women and the city, sustainable planning and building of temporary housing for liveable neighbourhoods (en)
    Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

    Urbane Resilienz aus einer menschenzentrierten Sichtweise schließt die Berücksichtigung sozialer und kultureller Aspekte ein. Das Thema Resilienz, wie es üblicherweise betrachtet wird, umfasst Maßnahmen wie Klimaanpassung und Maßnahmen Beispielsweise zur Minderung von zunehmenden Dürren oder Regenfällen. Der auf den Menschen ausgerichtete Ansatz erfordert jedoch, dass keine Person oder Menschengruppe im Prozess der städtischen Transformation zurückgelassen wird. Der Side Event beleuchtet vor allem drei Themen: soziale Kohäsion, Frauen (und ihre Sicherheit) in der Stadt sowie nachhaltiges Bauen und Wohnen für die Schaffung von (temporären) Unterkünften in lebenswerten Nachbarschaften.

  • 15:00–17:00 Uhr
    Wasserbewusste Stadtentwicklung
    Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) e. V.

    Die Klimaerwärmung schreitet spürbar voran. Städte verwandeln sich regelmäßig in Hitzeinseln, auch sind sie zunehmend mit den Folgen von Dürre, Starkregen und Hochwasser konfrontiert. Es gibt bereits ausgereifte Konzepte und Ideen, wie man das vorhandene Wasser für die Kühlung von Städten nutzen kann bzw. wie Städte und ländliche Räume besser auf Fluten vorbereitet werden können. Dennoch kommt die Umsetzung dieser Maßnahmen nur schleppend voran. Wie kann eine wasserbewusste Stadtentwicklung besser umgesetzt werden? Wer ist alles zu beteiligen, worauf muss bei der Umsetzung in der Praxis geachtet werden? Diesen Fragen gehen wir mit drei fachlichen Inputs aus der Planungspraxis und einer anschließenden Diskussion nach.

  • 15:00-17:00 Uhr
    Symposium zum Deutschen Bauherrenpreis: Zukunft Bauen – Wohnungsbau anders gedacht
    AG KOOPERATION des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA und Deutscher Städtetag

    Der Deutsche Bauherrenpreis ist der wichtigste Preis im deutschen Wohnungsbau und wird von den drei auslobenden Verbänden GdW, BDA und DST bereits seit 1986 vergeben. Das Symposium wird auf die veränderten Rahmenbedingungen im Wohnungsbau eingehen und anhand von Praxis-Beispielen diskutieren, wie mit den aktuellen Herausforderungen umgegangen werden kann. Die Ausgangslage könnte kaum schwieriger sein – hohe Kosten, Personal- und Materialmangel sowie steigende Zinsen. Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie kann eine hohe Qualität im Wohnungsbau zu tragbaren Kosten realisiert werden?

Ab 16:30 Uhr
Projektmesse/Marktplatz

Verschiedene Stände und Ausstellungen von Partnern der Nationalen Stadtentwicklungspolitik

Hauptprogramm

18:00 Uhr
Eröffnung

Gesamtmoderation: Angela Elis
Dr. Rolf Bösinger, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

18:15 Uhr
Begrüßung Land Berlin

Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin

18:30 Uhr
Diskussion Stadtentwicklung & Politik

Moderatorin Anja Heyde im Gespräch mit den baupolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Bundestagsfraktionen
  • Bernhard Daldrup, MdB, SPD
  • Bernhard Daldrup, MdB, SPD
  • Anja Liebert, MdB, Bündnis 90/Die Grünen
  • Daniel Föst, MdB, FDP
  • Lars Rohwer, MdB, CDU/CSU
  • Caren Lay, MdB, Die Linke
  • Roger Beckamp, MdB, AfD
19:30 Uhr
Wettbewerb Bundespreis Stadtgrün 2022 – Preisverleihung

Moderatorin Angela Elis führt durch die Preisverleihung und spricht mit Beteiligten des Wettbewerbs.
  • Dr. Rolf Bösinger, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
  • Cansel Kiziltepe, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
  • N. N. (Jurymitglied)
  • N. N. (BMWSB/S I 5)

20:15 Uhr
Empfang Land Berlin

Andreas Geisel, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen des Landes Berlin


15. September 2022

Ab 08:30 Uhr
Einlass und Registrierung

Projektmesse/Marktplatz
Verschiedene Stände und Ausstellungen von Partnern der Nationalen Stadtentwicklungspolitik

10:00 Uhr
Begrüßung

Andreas Geisel, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen des Landes Berlin

10:15 Uhr
Begrüßung und Einleitung

Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

10:45 Uhr
Grußwort G7-Ministerkonferenz

N. N., Vertreter/in G7-Präsidentschaft 2023 Japan

11:00 Uhr
Keynote

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor Emeritus Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

11:25 Uhr
Diskussion Partner der Nationalen Stadtentwicklungspolitik

Moderatorin Anja Heyde im Gespräch mit den Partnern der Nationalen Stadtentwicklungspolitik

  • Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
  • Prof. Dr. Eckart Würzner, Erster Stellvertreter des Präsidenten des Deutschen Städtetags und Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg
  • Ralph Spiegler, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Bürgermeister der Verbandsgemeinde NiederOlm
  • Nicole Razavi MdL, Vorsitzende der Bauministerkonferenz der Länder und Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen des Landes Baden-Württemberg
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor Emeritus Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

12:30 Uhr
Mittagspause

13:45 Uhr
Input und Talk: Urbane Resilienz (de/en)

Moderatorin Angela Elis im Gespräch mit:

  • Dietmar Horn, Abteilungsleiter Stadtentwicklung, Raumordnung im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
  • Bruce Katz, Nowak Metro Finance Lab, Lindy Institute for Urban Innovation, Drexel University, Philadelphia

14:30 Uhr
Wechsel zu den Arenen

14:40 Uhr
Parallele Arenen (mit Praxisbeispielen und Diskussion)
Block 1

Arena I: Innenstadt zukunftsfähig gestalten – klimagerecht und resilient

Moderation: Gabriele Kautz, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und Bernd Düsterdiek, Deutscher Städte- und Gemeindebund

Als historisch gewachsene Identifikationsorte sind Zentren von besonderer sozialer, wirtschaftlicher, politischer und kultureller Bedeutung. Mit ihrer dichten Bebauung, der Lage an Flussläufen sowie dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Nutzungen sind Innenstädte meist besonders von den Auswirkungen des Struktur- und Klimawandels (Extremwetterereignisse) betroffen. Der Umgang mit diesen Veränderungen ist eine Säule hin zu klimagerechteren, resilienteren und damit zukunftsfähigen Innenstädten. Im Fokus der Arena stehen innovative integrierte Ansätze von Kommunen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben, um diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.

Arena II: Soziale Resilienz: bezahlbarer, klimaangepasster Wohnraum

Moderation: Hilmar von Lojewski, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen und Verkehr beim Deutschen Städtetag

Materialknappheit, Handwerkermangel, steigende Preise und dennoch müssen Wohngebäude einen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaschutzziele leisten. Die Arena möchte im ersten Teil einen Blick auf den Gebäudebestand werfen und der Frage nachgehen, wie bezahlbares und klimaangepasstes Wohnen wirtschaftlich verfolgt werden können. Im zweiten Teil wird die soziale Resilienz in den Fokus genommen und dargestellt, wie sie in der Praxis umgesetzt werden kann und welche Bedingungen hierfür erforderlich sind. Die zwei Blöcke werden jeweils einen Impuls und Praxisbeispiele als Grundlage für die Diskussion beinhalten.

Arena III: Resiliente Stadtentwicklung: Gesundheit im Städtebau

Moderation: Stefan Bräunling, Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit und Anne Keßler, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

Kommunen sind konfrontiert mit globalen Veränderungen, die sich auf die lokale Ebene auswirken, dazu zählen insbesondere der Klimawandel und Pandemien. Gebiete mit sozialen Herausforderungen sind übermäßig hart betroffen. Dort konzentrieren und überlagern sich soziale, wirtschaftliche, städtebauliche und umweltrelevante Problemlagen, die zu hohen Gesundheitsrisiken und Gesundheitsbelastungen der dort lebenden Menschen führen: Erhöhte Verkehrs- und Lärmbelastungen, stärkere negative Umweltauswirkungen durch Extremwetterereignisse und höhere Gesundheitsrisiken durch den sozioökonomischen Status der Bewohnerinnen und Bewohner kumulieren zu komplexen Gefährdungen.

Arena IV: Digitalisierung – Smarte Lösungen für Städte und Regionen: Urbane Digitale Zwillinge in der Stadtentwicklung

Moderation: Alexa von Busse, Journalistin

Datensouveränität, Offenheit, Transparenz – Urbane Digitale Zwillinge gelten als innovative Werkzeuge der integrierten Stadtentwicklung der Zukunft. In der ersten Gesprächsrunde liegt der Fokus auf dem Smart City Modellprojekt des BMWSB „Connected Urban Twins“ (CUT). Bei dieser Kooperation entwickeln Hamburg, Leipzig und München gemeinsam Urbane Digitale Zwillinge und treiben den Wissenstransfer voran. In einer zweiten Runde werden mit weiteren Kommunen Anwendungsfälle vertieft. Einsatzbereiche sind u.a. Klimaanpassung, Dorfentwicklung oder die Unterstützung von Beteiligungsprozessen.

Arena V: Paving the way towards climate-neutral cities (en)

Moderation: Martin Grisel, European Urban Knowledge Network EUKN

Die EU-Mission „100 klimaneutrale und intelligente Städte“ verfolgt das Ziel, 100 Städte in Europa bis 2030 klimaneutral zu machen. Weniger als acht Jahre trennen die 100 ausgewählten Städte – inklusive der 9 deutschen Städte – von diesem ambitionierten Ziel. In der Arena werden entsprechende Maßnahmen und Ideen für die Städte diskutiert und der nationale Begleitprozess für die EU-Mission gestartet. Die Arena wird einen Schwerpunkt darauflegen, die EU-Mission mit der Gemeinwohlorientierung der Neuen Leipzig-Charta zu verbinden.

Arena VI: Shedding light on the issue of urban resilience (en)

Part I: The new G7 urban development agenda
Part II: Insights on (temporary) housing from Ukraine
Moderation: Dr. Oliver Weigel, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und Martha Gutierrez, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Die Arena VI illustriert aus unterschiedlichen Perspektiven den globalen Bedeutungszuwachs des Themas urbane Resilienz. Vertreter*innen der G7 sowie weitere Partner stellen die G7-Agenda für nachhaltige Stadtentwicklung vor, anschließend wird am Beispiel der Ukraine gemeinsam mit Vertretern der kommunalen Ebene sowie mit UN-Habitat die Frage diskutiert, wie sich Kommunen für die Folgen von Flucht und Migration oder von Naturkatastrophen besser wappnen können.

15:40 Uhr
Kaffeepause

16:00 Uhr
Parallele Arenen

Block 2

17:15 Uhr
Ausblick

Moderatorin Angela Elis im Gespräch mit:

  • Cansel Kiziltepe, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
  • Prof. Dr. Eckart Würzner, Erster Stellvertreter des Präsidenten des Deutschen Städtetags und Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg

17:45 Uhr
Ende Kongressprogramm

Anschließend Empfang (Transfer zu externer Location)

18:15 Uhr bis ca. 20:15 Uhr
Preisverleihung Deutscher Bauherrenpreis

Moderation: Angela Elis
  • Axel Gedaschko, Präsident, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V.
  • Susanne Wartzeck, Präsidentin, Bund Deutscher Architekten BDA
  • Prof. Dr. Eckart Würzner, Erster Stellvertreter des Präsidenten des Deutschen Städtetags und Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg
Im Anschluss der Preisverleihung findet ein Empfang auf Einladung des GdW statt. Die Anmeldung erfolgt direkt über das Anmeldeportal der GdW

16. September 2022

Exkursionen in Berlin
Die angebotenen Exkursionen (Dauer ca. 2-3 Std) werden durch das Land Berlin und Partnern der Nationalen Stadtentwicklungspolitik durchgeführt. Der genaue Treffpunkt wird noch bekanntgegeben.
  • Tour 1: Berlin TXL – Nachnutzung des ehemaligen Flughafens Tegel de/en

    Veranstalter: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen des Landes Berlin

    Treffpunkt: Rotes Rathaus, Rathausstraße 15, 10178 Berlin
    09:00 Uhr: Start der deutschen Tour (Rückkehr ca. 13:00 Uhr)
    10:00 Uhr: Start der englischen Tour (Rückkehr ca. 14:00 Uhr)

    Auf dem Areal des früheren Flughafens Tegel entsteht in den nächsten Jahren eines der größten und ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte Europas: der Forschungs- und Industriepark URBAN TECH REPUBLIC sowie das sozial-ökologische SCHUMACHER QUARTIER für mehr als 10.000 Menschen. Im Fokus der URBAN TECH REPUBLIC stehen die Technologien für die Städte von morgen: der effiziente Einsatz von Energie, innovative Materialien, umweltschonende Mobilität, sauberes Wasser oder die vernetzte Steuerung von Systemen. Bis zu 1.000 Unternehmen werden hier forschen, entwickeln und produzieren können. Den Kern bildet ein Hochschul-Campus; drumherum entstehen Startup- und Technologiezentren, Gewerbe-, Industrie-, und Experimentierflächen. Das östlich gelegene SCHUMACHER QUARTIER wird über 5.000 Wohnungen bieten, dazu Kitas, Schulen, Handel, Gastronomie und viel Grün. Hier werden Lösungen für nachhaltiges Bauen, klimaneutrale Energieversorgung oder den sensiblen Umgang mit Wasser ebenso umgesetzt wie neue Konzepte autoarmer Mobilität oder mehr Biodiversität.

  • Tour 2: THF – alt und kaputt oder Rohdiamant? Warum der Flughafen Tempelhof ein Schatz ist, der sich zu heben lohnt! de/en

    Veranstalter: Tempelhof Projekt GmbH, Berlin/Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen des Landes Berlin

    Treffpunkt: Besucherzentrum CHECK-IN, Platz der Luftbrücke 5, C2, 12101 Berlin Bitte beachten: da eine Baustelle begangen wird, ist festes Schuhwerk erforderlich.

    10:00 Uhr: Start der deutschen Tour
    10:30 Uhr: Start der deutschen Tour
    11:00 Uhr: Start der englischen Tour
    11:30 Uhr: Start der englischen Tour

    Der Flughafen Tempelhof gehört heute zu 100 % dem Land Berlin. Einst kurzfristig größtes zusammenhängendes Gebäude der Welt, beeindruckt er immer noch mit dem 1.230 Meter langen Bogen der Hangars und seiner vielschichtigen Geschichte und Architektur. Seit 1995 steht der Flughafen Tempelhof inklusive des Gebäudes als Denkmalensemble unter Schutz. 2008 endete der Flugbetrieb und hinterließ eines der größten Berliner Konversionsprojekte. Das Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst soll zum Standort für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft transformiert werden. Entlang der Führung bietet die Landesgesellschaft Tempelhof Projekt Einblicke in das Gebäude und zeigt die Chancen und Herausforderungen der Generationenaufgabe auf. Thematisiert werden die Entwicklungsstrategie, konkrete (Bau)Projekte sowie was heute in einer der aufregendsten Locations Berlins schon passiert.

  • Tour 3: Der Rathausblock in Kreuzberg – Beispiel für ein kooperatives Stadtentwicklungsmodell

    Veranstalter: S.T.E.R.N./Die Stadtentwickler.Bundesverband

    Treffpunkt: Info-Container an der Ecke Mehringdamm/Obentrautstraße, 10963 Berlin

    10:00 Uhr: Start der Tour

    Der Rundgang führt durch den 4,7 ha großen Rathausblock im Herzen Kreuzbergs, der gemeinwohlorientiert und kooperativ zu einem neuen Stadtquartier mit ca. 470 neuen Mietwohnungen entwickelt wird. In der denkmalgeschützten ehemaligen Garde-Dragoner-Kaserne wird es nicht nur Raum für leistbares Wohnen, sondern auch Gewerbe, soziale Infrastruktur und Gemeinwohlnutzungen geben. Auf Grundlage einer Kooperationsvereinbarung arbeiten Bezirks- und Senatsverwaltung, die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH sowie zivilgesellschaftliche Akteur*innen im Vernetzungstreffen Rathausblock und Delegierte aus dem FORUM Rathausblock modellhaft zusammen.

  • Tour 4: Haus der Statistik – Modellprojekt für kooperative Stadtentwicklung de/en

    Veranstalter: ZUsammenKUNFT Berlin eG, Berlin/Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen des Landes Berlin

    Treffpunkt: Werkstatt Haus der Statistik, Karl-Marx-Allee 1, 10178 Berlin

    11:00 Uhr: Start der deutschen und englischen Tour

    Nach über 10 Jahren Leerstand wird das Areal Haus der Statistik in Berlin gemeinwohlorientiert entwickelt – gemeinsam durch Zivilgesellschaft und öffentliche Hand. Im Bestand und durch ca. 65.000 m² Neubau entsteht Raum für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, bezahlbares Wohnen sowie ein neues Rathaus für den Bezirk Mitte und Verwaltungsnutzungen. Die Ko-Produktion der Kooperationsgemeinschaft Koop 5 ist eine Einladung nicht in Zuständigkeiten und Abgrenzungen zu denken. Das Areal ist Projektionsfläche für eine wünschenswerte Stadtzukunft, die neue gesellschaftliche Qualitäten entwickelt: sozial, ökologisch, ökonomisch, kulturell und institutionell. Alternative Zugänge zu Planungsprozessen durch kreative Formate der Mitwirkung, Selbstorganisation von Pioniernutzungen und gemeinsame Verantwortung für öffentliche Ressourcen durch Public-Civic-Partnerships sind drei Ausprägungen von Ko-Produktion, die in der Exkursion näher beleuchtet und diskutiert werden sollen.
  • Tour 5: Ansehen, informieren, erleben: Besuch des Informations- und Kompetenzzentrums für zukunftsgerechtes Bauen (IKzB) des BMWSB mit Führung, Vortrag und Diskussion

    Veranstalter: Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

    Treffpunkt: Fasanenstraße 87a, 10623 Berlin

    11:00 Uhr: Start der Tour

    Das IKzB steht Interessierten von 11-13 Uhr zur Verfügung: Die Bundesbauministerin Klara Geywitz begrüßt per Videoansprache die Besucher in ihrem Effizienzhaus Plus in der Fasanenstraße in Berlin. Die Ziele der Initiative Effizienzhaus Plus des BMWSB werden durch Fr. Alten, BW I 3, vorgestellt. Hr. Beckmannshagen, ZEBAU GmbH, und Fr. Müller, SolarZentrum Berlin, halten einen Vortrag zum Thema Effizienzhaus Plus – Resilienz durch Effizienz. Die Besucher erhalten eine Führung, können in einen Dialog miteinander treten oder Rückfragen stellen. Individuelles Entdecken oder Ausprobieren weiterer Informationen im IKzB zum zukunftsgerechten Bauen, z. B. interaktive, digitale Exponate wie die Effizienzhaus Plus-App mit VR-Brille für virtuelle Rundgänge durch Modellvorhaben, interaktive Entdeckerkarte Deutschland sowie eine Solarmodul- und Posterausstellung sind möglich und erwünscht.

Stand: 20.08.2022